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Drohende Stromausfälle in Frankreich - Überschüsse in Deutschland

12.02.2012,

Obwohl in Frankreich anders als in Deutschland alle Atomkraftwerke weiter am Netz sind, drohen unserem westlichen Nachbarland wegen der Dauerkälte Stromausfälle. Netzbetreiber und Anbieter haben in manchen Regionen Alarm geschlagen und rufen zum Stromsparen auf – ein Szenario, welches für mitteleuropäische Industrienationen ungewöhnlich ist.

Weil in Frankreich viel mit Strom geheizt wird und Wärmedämmung nicht so eine große Rolle spielt, geriet die Stromversorgung in der Kältewelle ins Wanken. Die Franzosen verbrauchten in den Tagen der klirrenden Kälte doppelt so viel Strom wie die Deutschen, am Rekordtag betrug die Leistungslast über 100.000 Megawatt.
Deutschland dagegen war und ist trotz Atomausstieg in der Lage, Frankreich Stromhilfe zu leisten.

Die Erneuerbaren Energien leisten hierzulande nachweislich einen deutlichen Beitrag zur Netzstabilisierung, wie auch Umweltminister Röttgen gegenüber Journalisten feststellte. Das habe sich in der Kältewelle einmal mehr gezeigt. Bei sonnigem Wetter konnten deutsche Solaranlagen in den Kältewochen bis zu 10.000 Megawatt Leistung entfalten, was der Leistung von 10 Kernkraftwerken entspricht. Rechnet man die 11.000 Megawatt Windstromleistung hinzu, komme man rechnerisch zu der klaren Prognose,  dass auch die restlichen am Netz verbliebenen Atomreaktoren planmäßig abgeschaltet werden können, ohne dass wie in Japan dafür mehr fossile Brennstoffe verheizt werden müssen.

 

Quelle: telepolis



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