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EEG-Umlage steigt 2012 nur geringfügig

17.10.2011, Die Umlage für erneuerbare Energien (EEG-Umlage) steigt 2012 nur geringfügig, von 3,530 ct/kWh auf 3,592 ct/kWh. Das teilte die Bundesnetzagentur in der vergangenen Woche mit. Die Übertragungsnetzbetreiber ermitteln jährlich die Höhe der Umlage, die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verankert ist. Mit ihr soll die Differenz zwischen den an die Produzenten von Strom aus erneuerbaren Quellen gezahlten Einspeisevergütungen und den tatsächlich erzielten Marktpreisen ausgeglichen werden. „Gründe für das stabile Niveau sind u. a. der erwartete Anstieg der Preise an der Strombörse und ein geringerer Zubau an Photovoltaik-Anlagen. So liegt der für 2012 erwartete Zubauwert von 4,5 Gigawatt deutlich unter dem Wert des Boomjahres 2010, in dem noch ein Zubau in Höhe von rund sieben Gigawatt zu verzeichnen war“, sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.

Die Lobbyverbände reagierten unterschiedlich auf die Ankündigung. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erklärte, das weiterhin hohe Niveau der EEG-Umlage sei Ergebnis des Subventionsmodell bei den erneuerbaren Energien und eine hohe Belastung für die Verbraucher.  „Es geht deshalb weiter darum, die regenerative Stromerzeugung zukünftig stärker in den Markt zu integrieren. Wir brauchen mittel- bis langfristig einen Systemwechsel: Aus dem bisherigen Subventionsmodell des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) muss Schritt für Schritt ein Marktmodell werden. Nur so können wir die Kosten für die Stromkunden in den Griff bekommen", sagte Hildegard Müller, Hauptgeschäftsführerin des BDEW.

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) dagegen machte vor allem die Politik für die gestiegene Umlage verantwortlich: „Sie hat Ausnahmeregelungen für die Industrie erweitert, eine teure Marktprämie eingeführt und den Netzbetreibern zusätzliche finanzielle Rücklagen zugestanden. Die Kosten für den notwendigen Ausbau der Erneuerbaren werden auf immer weniger Schultern verteilt“, kritisierte BEE-Präsident Dietmar Schütz in einer Presseerklärung des Verbandes.

Neu an der EEG-Umlage ist in der Tat eine so genannte Liquiditätsreserve von 3 Prozent, die die Übertragungsnetzbetreiber anlegen können, um Schwankungen beim Stromaufkommen aus erneuerbaren Energien besser ausgleichen zu können. Diese komme allerdings den Kunden später wieder zugute, da sie einen möglichen Anstieg der EEG-Umlage 2013 dämpfe, so Matthias Kurth.

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