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Proteste gegen die geplante Umverteilung von Netzgebühren zu Lasten der kleinen Verbraucher

01.12.2011, Die Pläne der Bundesregierung zur noch stärkeren finanziellen Entlastung von Strom-Großverbrauchern hat eine Welle der Kritik hervorgerufen. Sozial- und Wirtschaftsverbände sowie einzelne Unternehmen protestierten gegen die geplante Umverteilung von Stromkosten zu Lasten der Privathaushalte und Kleinbetriebe.

Während Großkunden nun teilweise von den Netzgebühren komplett befreit werden sollen, erhöhen sich für alle anderen Abnehmer zusätzlich die Stromkosten. Das sei nicht hinzunehmen und verletze soziale Grundsätze, so die SVdK-Präsidentin Ulrike Mascher.

Bislang wurden Großkunden bei den Netzgebühren bereits satte Rabatte gewährt, die die kleinen Abnehmer mitgetragen haben. Durch einen kompletten Wegfall der Netzgebühren bei den Großkunden würden Privathaushalte noch einmal mit ca. 30 Euro pro Jahr zusätzlich belastet.

Der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Unna, Jürgen Schäpermeier, nannte das Vorhaben der Bundesregierung „absurd“. Sein Unternehmen müsste dadurch noch einmal 1,1 Mio. Euro zusätzlich von den Stadtwerke-Kunden eintreiben. „Jeder Haushalt zahlte dann durchschnittlich nochmal 40 Euro im Jahr mehr – ohne dass hier in Unna eine Firma, ein Gewerbe, ein Bürger und auch wir als Stadtwerke davon profitieren.“, so Schäpermeier. 





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