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Strompreis dürfte durch Atommoratorium nicht steigen

22.06.2011, Der Strompreis dürfte durch das Atommoratorium der Bundesregierung und die Stillegung von Atomkraftwerken 2011 und 2012 eigentlich nicht steigen. Das geht aus einer bisher unveröffentlichten Studie der Grünen Bundestagsfraktion hervor, aus der die Saarbrücker Zeitung gestern zitierte. Demnach seien gestiegene Strombeschaffungskosten aufgrund abgeschalteter Atmokraftwerke kein Grund für Strompreiserhöhungen im Jahr 2011, weil die Stromkonzerne den Stromeinkauf im Grosshandel für das laufende Jahr bereits vor dem Atommoratorium abgewickelt hätten. Der zu erwartende Preisantieg für das Jahr 2012 werde zudem durch preissenkende Faktoren „nahezu exakt“ kompensiert.

Nach der Studie zugrunde liegenden Analysen liegt der erwartbare Strompreisanstieg durch die Stillegung der ersten acht Atomkraftwerke bei 0,32 Cent pro Kilowattstunde ab 2012. Gleichzeitig müsste der Strompreis 2012 jedoch um 0,3 Cent pro Kilowattstunde sinken, da 2011 die Verbraucher zuviel für die Förderung erneuerbarer Energien bezahlen und dieses Senkungspotential 2012 wieder an die Verbraucher zurückfließen müsse.

Grünen Fraktionsvize Bärber Höhn sagte der Saarbrücker Zeitung, die Studie schlage den Konzernen „eines ihrer letzten Argumente aus der Hand - nämlich dass die Preise bei einer Abschaltung der Reaktoren unter die Decke gehen“.

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