Stromsparen im Haushalt kann Kosten halbieren
01.06.2011,Dass weniger Strom weniger kostet, ist eine Binsenweisheit. Wer weniger verbraucht, zahlt also auch weniger. Mit diesem Appell ans Portemonaie der Verbraucher wollen das Bundesumweltministerium und die Stiftung Warentest seit 2009 die Bevölkerung in einer Klimaschutzinitiative für das Stromsparen sensibilisieren. Und die Ergebnisse überzeugen. So kann ein Modellhaushalt von vier Personen, der konsequent auf energieeffiziente Haushaltsgeräte setzt, seine Stromkosten gegenüber einem Haushalt mit älteren Stromfressern halbieren.
Den Löwenanteil des Stroms verbrauchen herkömmliche Glühlampen. Hier lassen sich bis zu 82% sparen, wenn man die alten Birnen durch Energiesparlampen ersetzt. Für den Modellhaushalt errechnet die Stiftung Warentest einen jährlichen Einspareffekt von bis zu 166 Euro. Aber auch bei Kühlgeräten (60% Einsparpotential), Wäschetrocknern (46%), Satelliten-Empfängern (84%), Bildschirmen (55%) und Notebooks (27%) liegen Neugeräte weit vor ihren älteren Pendants und können so bares Geld sparen. Der Jahresverbrauch eines 4-Personen-Modellhaushalts mit Neugeräten (501 Euro) kann so nach Berechnung der Stiftung Warentest bis zu 432 Euro unter dem eines vergleichbaren Haushalts mit Altgeräten (933 Euro) liegen - eine Ersparnis von 46%. Singlehaushalte können sogar 53% sparen; hier liegen die Kosten bei 130 (neu) bzw. 319 Euro (alt).
Aber auch bei der Anschaffung von Neugeräten kann, wer den Stromverbrauch im Blick behält, kräftig sparen. Den größten Nutzen hat ein Vergleich bei Heizungspumpen. Hier reicht die Spanne von 13 Euro bis 62 Euro Jahreskosten, clevere Käufer können über die Stromrechnung 49 Euro sparen. Bei Beamern sind das immerhin noch 29 Euro Jahreskosten, die zwischen den sparsamsten (15 Euro) und den stromhungrigsten (44 Euro) Geräten. Der sparsame Verbraucher sollte auch bei Mini-Hifi-Anlagen (bis zu 24 Euro Unterschied), Fernsehern (16 Euro), Sat-Empfängern (12 Euro) oder Kombi-Mikrowellen (9 Euro) aufpassen, welches Neugerät er kauft.
Wer Strom sparen und Haushaltsgeräte neu kaufen will, sollte auf jeden Fall vorher auf dem Spargeräte-Portal der Stiftung Warentest vorbeischauen.
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