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Verbraucherschützer: Flexstrom-Angebote genau durchrechen

28.09.2009,

Der in Berlin ansässige Energieversorger Flexstrom sticht seit Jahren mit Billigangeboten die gesamte Konkurrenz aus. Wer sich z.B. Mitt 2009 entschloss, zu Flexstrom zu wechseln, konnte sich über ein Jahrespaket von 2400 Kilowattstunden (kWh) mit einer Grundgebühr von nur 1,99 Euro und einem Arbeitspreis von 0,167 Euro je kWh freuen.

Zu haben war dieses Paket für einen Gesamtpreis von 424,68 Euro inklusiv 100 Euro Bonus, der nach zwölf Monaten erstattet wird. Vorausgesetzt, es werden nicht mehr als 2400 Kilowattstunden verbraucht. Zudem garantierte Flexstrom den Preis bis 30. September.

Der Haken an dieser Art Schnäppchen ?: Der Gesamtpreis wird sechs Wochen vor Vertragsbeginn im Voraus fällig und der Kunde bindet sich ein Jahr lang an Flexstrom. Kündigungsfrist: acht Wochen vor Vertragsende.

Eine weitere Tücke liegt im Detail, wenn man keine zusätzliche Preisgarantie bucht. Dann nämlich drohen Preisanpassungen, die den Sparvorteil immer weiter schrumpfen lassen.

So geschehen bei Flexstrom in diesem Jahr.  Der Arbeitspreis stieg von 0,167 auf 0,189 Euro je Kilowattstunde, der Mehrverbrauchspreis von 0,249 auf 0,269 Euro pro kWh und die monatliche Grundgebühr gar um satte 5,91 auf 7,90 Euro. Auf neun Monate hochgerechnet war das ein Aufschlag von 53,19 Euro.

Auch Verbraucherschützer wurden aufmerksam: „Bei uns läuft eine große Zahl von Beschwerden ein“, heißt es bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. Deren Rat: Die Angebote anderer Stromanbieter prüfen und gegebenenfalls vom außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen.

 

Quelle: Pforzheimer Zeitung



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